Burgharting
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Ortsgeschichte

Ein ganzes Jahrtausend reichen die zur Verfügung stehenden Quellen zurück, um die Siedlung Burgharting nachzuweisen. Die erste Urkunde stammt aus der Zeit des Freisinger Bischofs Egilbert (er regierte von 1006 bis 1039), der mit einem gewissen Pezili de Purchartinga Grundflächen tauschte. Ob damals anstelle des heutigen Wirtshauses ein burgähnliches Gebäude stand, läßt sich nicht mehr ausmachen. Auffallend ist jedoch die bei Garnzell gelegene Wallanlage vermutlich aus der Keltenzeit und die nahe Ansiedlung Altenburg, die auf eine wesentlich frühere Existenz hinweisen.

Die ersten Aufzeichnungen von vorhandenen Häusern entnehmen wir den Scharwerksbuch von 1571. Dort sind unter der Obermannschaft Burgharting folgende Namen eingetragen: Hans Schleibinger (Bauer) , Leonhard Schneider (Mesner). Die damaligen Familiennamen sind aus Tradition noch an den meisten Höfen als Hofnamen erhalten. 1826 finden wir folgenden Hausstand vor: Peter Füßl (heutiger Wirt), Georg Huber (Mesner), Johann Holzinger (Brodmann), Mathias Pointner (Schuhmacher).

Aus dem 19. Jahrhundert ist zu berichten, daß man für den Kaplan aus Wambach, der in Burgharting Gottesdienste abhielt, ein kleines Haus erbaute, damit er besonders in der Adventszeit übernachten konnte und nicht in aller Frühe den beschwerlichen Gang von Wambach zum Engelamt erledigen mußte. Dieses Haus wurde 1821 an den Schuster Pointner in Schelchenvils verkauft, der es dann wahrscheinlich abbrach. Dafür schuf man 1826 das erste Schulhaus des Ortes (am Platze des heutigen Pfarrhofes) mit einem Zimmer für den diensttuenden Wambacher Kaplan. 1837 legte der Erdinger Maurermeister Josef Rösler den Plan für den Einbau einer Lehrerwohnung vor. Bereits ein Jahrzehnt später ist das ehemalige Schulhaus, der spätere Pfarrhof architektonisch gestaltet worden. Die Bauleitung hatte 1851 der Niederstraubinger Zimmermeister Joseph Maier. Da 1879 mit 87 Werktagsschülern das sich im Erdgeschoss befindliche Schulzimmer überfüllt war, ging man an die Planung eines neuen Schulhauses auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Der Erdinger Distrixtsbaumeister Georg Zippelus legte die Pläne vor, die am 14.02.1881 von der Gemeindeversammlung angenommen wurden. Der Wirt Josef Günzkofer stellte den Baugrund zur Verfügung. Mit 8.000 Mark Kosten wurde unter der Bauleitung des Hohenpoldinger Wirtes Leonhard Rothenwinkler im Sommer 1881 die neue Schule errichtet. Dieses Schulhaus wurde später wegen Feuchtigkeit und Querelen, die das Gebäude unzumutbar machten, abgerissen. Bereits ein Jahrzehnt später ergab sich im schulhausbaufreudigen Burgharting des 19. Jahrhunderts die Planung einer weiteren Schule. 1892 legte man zwei Möglichkeiten einer Situierung vor: Projekt 1 mit der Lage auf dem Hügel südlich vom Wirt und Projekt 2 mit der Lage nördlich vom heutigen Anwesen Andreas Bauer (rechts von der Inholzener Straße). Wie wir sehen, wurde das Projekt 1 ausgeführt. Das Grundstück stellte Magdalena Günzkofer zur Verfügung. Distriktsbaumeister Liepold von Erding zeichnete die Pläne. Die Bauleitung übernahm der Vatersdorfer Gastwirt und Ziegeleibesitzer Johann Buchner. Der Amelgeringer Maurer Georg Brenninger hatte bis zum 25. Juli 1894 den jetzigen Schulhausbau aufgemauert. 1972 wurde die Schule aufgelöst.